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Walter Reusser Wikipedia
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Walter Reusser Wikipedia – Am Übergabetag von Swiss-Ski im Air Force Center in Dübendorf trat Walter Reusser erstmals in seiner neuen Funktion als Alpindirektor öffentlich auf und begeisterte Trainer, Athleten und Medien auf Anhieb. Aktuell kehrt Reusser nach 14 Jahren Abstinenz zu Swiss-Ski zurück.

Am 1. Dezember tritt der 43-jährige Emmentaler und ehemalige COO der Stöckli Swiss Sports AG seine neue Funktion an. Wegen der ansteckenden Energie und Hingabe der Athletinnen und Athleten für ihr Handwerk wäre ich gerne Teil des Swiss-Ski-Teams. Derzeit findet eine große Veränderung statt.

Seit Ende der 1990er-Jahre war der neue Alpindirektor in verschiedenen Funktionen tätig, unter anderem als Serviceperson und von 2001 bis 2005 als Trainer des Europacup-Kaders des Schweizerischen Skiverbands. Bis Odermatt war die Schweiz ganze 12 Jahre ohne einen Weltmeister hervorgegangen.

Ab Dezember wird Reusser zudem im Verwaltungsrat von Swiss Management Ski tätig sein, wo er dem Unternehmen “zusätzliches unternehmerisches Flair” verleihen will. Mein umfangreicher beruflicher Werdegang hat mich mit vielfältigen materialbezogenen Fähigkeiten ausgestattet, insbesondere in den Bereichen Entwicklung und Koordination.

An den Olympischen Winterspielen 2008 in Peking gewannen fünf Schweizer Skirennfahrer Gold, einer Silber und drei Bronze. Die Olympioniken Corinne Suter, Lara Gut-Behrami, Michelle Gisin, Beat Feuz und Marco Odermatt, die Bronze gewannen, nahmen alle teil und gewannen eine Medaille.

Haben die Schweizer wirklich die besten Ski-Skills der Welt? Dies ist ein schwieriges Unterfangen. Zum zweiten Mal im Nationenpreis der Weltmeisterschaft landete Österreich vor uns. Bis dahin waren zwei volle Saisons des „Titel“-Triumphs vergangen, in denen sich Swiss-Ski in seinem Glanz sonnen konnte.

Bundespräsident Urs Lehmann sagt, es tue ihm weh. Er denkt nicht nur an den 300’000-Franken-Verlust für den Verein. In einem Duell geht es um mehr als nur um körperliche Überlegenheit; es gibt auch die psychologische Befriedigung, die Nase vorn zu haben.

Fragen wie diese sind für Walter Reusser seit seinem Amtsantritt 2019 ein vorrangiges Anliegen. Der Swiss Alpine Director legt grossen Wert auf die Förderung junger, aufstrebender Spieler. ist der Meinung, dass “Schweizer Skifans sich keine Sorgen machen müssen”.

Allerdings mahnt Reusser zur Vorsicht: “Wir haben nicht die Reserven, uns Fehler zu erlauben.” Er weiss, dass vier der fünf Schweizer Olympiasieger in den Zwanzigern oder älter sind. Aller Voraussicht nach geht Ihre Zeit hinter dem Steuer irgendwann zu Ende. Und deshalb müssen wir uns wappnen“, sagte Reusser.

Die Schweiz war noch vor sieben Jahren in der WM-Wertung schlechter als Vierte, als Österreich doppelt so viele Punkte hatte wie sie. Wir können uns nicht einmal vorstellen, dass etwas Ähnliches möglich ist passiert wieder. Früher bestand der gesamte Reserve- oder Entwicklungskader aus jungen Spielern.

Von diesem Zeitpunkt an sollte die Änderung überschaubar sein. Diejenigen, die nicht bald erfolgreich sein würden, wurden ausgesondert. Das darwinistische Konzept des „Survival of the Fittest“ fängt diese Idee perfekt ein. Swiss-Ski hat sich davon entfernt. Das Pyramidensystem wurde aufgedeckt und abgeschaltet.

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Bei der Entscheidung, ob wir jemanden einstellen oder nicht, berücksichtigen wir dessen Geschichte. Nach einer Verletzung wieder in Form zu kommen, ist ein häufiges positives Ergebnis für erfahrene Athleten. Reusser fordert jedoch, dass “auch sehr junge Menschen auf den Geschmack des Größten kommen sollten”.

Wir haben in diesem Bereich auch Fehler gemacht, indem wir junge Athleten unnötig gestresst haben, was oft zu ihrem Tod geführt hat. Letztes Jahr um diese Zeit konnte ich unser Damen-Slalom-Team bei einem Europacup-Rennen anfeuern. Da sie unkooperativ war, verlangte ich Erklärungen.

Als ich mir die ganzen Konkurrenten im Startbereich angeschaut habe, ist mir etwas aufgefallen: Sie haben Angst. Reusser erinnert sich lebhaft, dass er sich Sorgen machte, es zu vermasseln. Reusser schickte den schuldigen Trainer zur WM, anstatt ihn zu entlassen. Warum? Als Assistent hätte er die Möglichkeit, die anderen Trainer dort zu beobachten und Einblicke von ihnen zu bekommen.

Persönlich habe ich Vertrauen in die Fähigkeiten unserer Teammitglieder und unserer Führung. Die Profis in der Sportwelt sind es gewohnt, mit unerwarteten Situationen umzugehen, also sollten Sie sich keine Sorgen machen müssen. Was ich wirklich im Leben will, um Reusser zu paraphrasieren, ist, dass alle glücklich sind, Risiken eingehen und immer hart arbeiten.

Das Swiss-Ski-Team 2019 bestand aus 76 Athleten. Aktuell sind es 101. Ich war der erste, der es gesagt hat, aber wir brauchen mindestens 30 % mehr Skirennfahrer. Das Ziel ist, 110 zu erreichen. Sie alle dienen als Quelle der Motivation, als Vorbild und als Maßstab, an dem die anderen gemessen werden können.

Basierend auf dem, was Reusser sagt, ist diese Dynamik von unschätzbarem Wert. Auf die Frage nach der Bedeutung des C-Kaders antwortete der Ex-Stöckli-Chef: «In der Entwicklung eines Fahrers darf es keinen Stillstand mehr geben.» Technisch gesehen hat er sein Juniorjahr hinter sich, aber wir geben ihm wegen seines guten Rufs oft einen Pass.

6000 Schweizer Skifahrerinnen und Skifahrer haben die Wettkampfberechtigung auf Elite-Niveau erhalten. Reusser hofft, wie die meisten Menschen, dass diese Zahl steigt. Es ist unbestreitbar, dass jeder Zugang zu Wettbewerben auf Elite-Niveau haben sollte, wenn er dies wünscht.

Beim Übergang vom Jugend- zum Erwachsenenrennsport „hören immer noch viel zu viele Leute auf“, wie Reusser feststellt. Es ist möglich, dass jemand in einem anderen Teil der Welt Ihre Gefühle versteht und Ihnen zustimmt und ihn dazu auffordert, etwas zu sagen wie: “Ich kann es nicht, ich bin zu weit weg!” Kann das ein 16-Jähriger verstehen?

Hören Sie zu, bis Sie achtzehn Jahre alt sind, damit Sie sich zu einem vielseitigen Menschen entwickeln können. Wenn Sie mit geringem Selbstvertrauen zu kämpfen haben, kann es genau das Richtige sein, Sport zu treiben. Junge Athleten und ihre Eltern müssen wissen, dass ein Scheitern nicht das Ende des Weges ist.

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