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Titus Dittmann Vermögen
Titus Dittmann Vermögen

Titus Dittmann Vermögen – Titus Eberhard Dittmann ist ein westfälischer Münsteraner Kaufmann. Für seine Verdienste um den Sport wird er als “Vater der deutschen Skateboardszene” bezeichnet. Die Titus GmbH, der europäische Marktführer im Skateboard- und Streetwear-Einzelhandel, wird nach überstandener Unternehmenskrise nun von seinem Sohn geführt.

Dittmann besuchte auf eigenen Wunsch die Volksschule im Westerwald; 1968 machte er das Abitur und zog 1971 nach Münster, um sein Studium der Sport- und Geographie an der Westfälischen Wilhelms-Universität fortzusetzen. Seit seinem vierten Lebensjahr wird er von seiner Familie und seinen Freunden “Titus” genannt, seit sein Bruder ihm den Namen gegeben hat, “weil er aussieht wie ein römischer Kaiser”. Nach dem Abitur und dem College wurde der Name offiziell als Vorname beim Standesamt eingetragen.

Während seines Lehramtsstudiums in Münster 1977 wurde er an das Skateboarding herangeführt, von dem er in den Medien nur als “Kinderspielzeug” gehört hatte und als kurzlebiger Trend galt.

Nach dem Abitur am Wilhelm-Hittorf-Gymnasium in Münster 1978 begann er dort sein Referendariat. Nachdem er von der neuen US-amerikanischen Trendsportart Skateboarden fasziniert war, gründete er mit einigen seiner Schüler einen Skateboard-Club.

Da Titus Dittmann aufgrund seiner Anstellung als Lehrer keinen Gewerbeschein erwerben konnte, beantragte Brigitta Dittmann 1978 einen und begann unter dem Namen Titus mit dem Verkauf von Skateboards.

Titus Dittmann Vermögen : 90 Millionen € (geschätzt)

Er reiste regelmäßig nach Kalifornien, um Boards und andere Artikel zu kaufen, da er in Europa keine finden konnte. Als Titus Rollsport seinen ersten Store eröffnete, war es einer der ersten Skateshops in Europa. Darüber hinaus begann das Unternehmen mit der Entwicklung und Herstellung eigener Boards.

1980 eröffnete Dittmann den ersten deutschen Outdoor-Skatepark. Er bildete zusammen mit dem Gütersloher Skater Claus Grabke das „Titus Show Squad“, Europas erstes Skateboard-Team. Der Halfpipe Contest Münster Monster Mastership fand 1982 auf dem Parkplatz des Münster Ostbads statt.

Aus diesem Grund fanden 1988 in der Münsterlandhalle in Münster und 1999 in der Westfalenhalle in Dortmund eine der wichtigsten Skateboard-Meisterschaften der Welt statt, die 1989 in Skateboard-Weltmeisterschaft umbenannt wurde.

Nach vier Jahren am Hammonense Gymnasium in Hamm schied er 1984 aus dem Lehramt aus. 1984 gründete er mit seiner Frau zusammen mit seinen Miteigentümern Titus Sport + Mode Handels GmbH die erste gemeinsame Aktiengesellschaft, die Skateboards aus den USA importierte.

Dittmann weist den Vorwurf zurück, mit seinen Trendstücken jungen Leuten Geld aus den Taschen zu reißen, indem er sich für soziale und pädagogische Zwecke einsetzt. Für ihn ist ein Skateboard mehr als nur ein Sportgerät für Kinder; es ist eine Möglichkeit für sie, sich auszudrücken und sich von der Masse abzuheben.

René Falk Thomasius, DDR-Skate-Pionier und später DDR-Skateboard-Meister, ließ in den 1980er-Jahren von Dittmann professionelle Skateboards und Zubehör über die innerdeutsche Grenze schmuggeln und trug so zur Entwicklung der Skateboard-Kultur in der DDR bei. Als Dankeschön wurde ihm Thomasius Germina Speeder (das einzige Skateboard aus DDR-Produktion) überreicht.

Titus Dittmann Vermögen

Das Unternehmen geriet Ende der 1980er Jahre in Schwierigkeiten, als der erste Skateboom zu Ende ging. Den Entschluss zum Neuanfang fasste Dittmann 1994. Er wandelte den Großhandel in ein Filialnetz um, das sich zunehmend auf Einzelhandel, Versandhandel und Franchising konzentriert.

In der Folge baute er Medien- und Eventfirmen auf und gründete Joint Ventures für Logistik und IT-Systeme. Ab 2002 befand sich die Titus AG in Aufruhr. Ohne Berater und Gesellschafter konnten Dittmann und seine Frau 2007 die Titus AG sanieren. Eine einzige Firma namens “Titus Mailorder GmbH”, später in “titus GmbH” umbenannt, fusionierte alle Einheiten der Titus-Gruppe.

1993 war er Direktor des Münsteraner Skaters Palace, einer Jugendeinrichtung, die Skateboardunterricht, Hip-Hop-Auftritte sowie Rock- und Metal-Konzerte veranstaltete. 2001 kaufte er das ehemalige Apollo-Theater und baute es zu einem jugendorientierten Einzelhandelsgeschäft aus. 2002 übernahm er das Gebäude.

„Unternehmer des Jahres 2001“ vom Manager Magazin und Ernst & Young wurde Dittmann im Bereich „Handel“ verliehen und die Stadt Münster erhielt den Wirtschaftspreis.

Er ist seit 1974 verheiratet und hat einen Sohn, der 2005 seinen eigenen Skateboardgroßhandel startete, nachdem er 2003 als Azubi im Familienunternehmen gearbeitet hatte. 2006 arbeitete Dittmann 30 Tage lang als Gymnasiallehrer in Karlsruhe für die RTL II Reihe Das Experiment.

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