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Roland Ludomirska Vermögen
Roland Ludomirska Vermögen

Roland Ludomirska Vermögen – Er trinkt Champagner, trägt teure Outfits und fliegt in seinem Privatflugzeug – Roland Ludomirska ist nicht gerade das, was ein normaler Käseverkäufer erwartet. Diese seit der Corona-Krise intensiv durchgeführte Präsentation hat ihm und seiner Firma “Crazy Cheese” Tausende von Aufrufen auf Facebook und Instagram beschert.

Und sorgte auch dafür, dass er mit dem forcierten Start des Online-Verkaufs den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr steigerte. OMR stellt den extrovertierten Auftragnehmer vor, erklärt die Strategie, die Käse zu einem luxuriösen Lifestyle-Produkt macht und warum er seinen Ansatz immer wieder kritisiert.

Der Klassiker “Mutter, Mann mit Cola ist da” soll entstanden sein, als im 19. Hundert Jahre später verwandelte die österreichische Pop-Sensation Falco daraus einen Song, der Betäubungsmitteln nicht abgeneigt war und 1998 starb.

Und nun nutzt ein Wiener den Hit noch einmal, aber auf eine etwas andere Art und Weise: “Mutter, hier ist der Mann mit Käse” steht direkt auf der Homepage crazy-cheese.com des Käseladens von Roland Ludomirska. Und er weiß auch viel über eine fiktive Figur wie Falco.

Ludomirska ist derzeit 51 Jahre alt und 25 Jahre alt in der Käseindustrie. Zunächst wurde die Bäckerei Viktor-Adler-Markt in Wien zu einem Käsestand. Danach begann der gelernte Fotograf, Käse auf Fachmessen in ganz Europa zu verkaufen. Und wenn das Messegeschäft mit Corona nicht müßig wäre, würde es es wohl noch tun. Er war nicht immer das fiktive Tattoo, das er jetzt nachahmt.

Auf der ersten Frankfurter Hofschau “Land & Genuss” 2012 war der “Käse-Typ” noch glatt rasiert; mehrfarbige Bilder auf der Haut sind unsichtbar.

Was lange Zeit den Spitznamen “Cheese Heaven” trug, ist heute als “Crazy Cheese” bekannt. Und der Name ist kein Zufall. Die von Roland Ludomirska in den Niederlanden hergestellten und importierten Käsesorten werden als “Geiler Bock Deluxe mit Trüffel”, “Der rote Rubin” oder “Geile Nuss” bezeichnet. Der Online-Shop umfasst außerdem: Produkte, Markenbier, Gin und Whisky, Käse-Accessoires und eine große Auswahl an Champagner – darunter 6 Liter Dom Pérignon-Flasche für schlanke 50.000 Euro.

Roland Ludomirska Vermögen

Alles ist sehr teuer und Ludomirska tritt seit Anfang März als Luxus in komplett überschriebenen Facebook-Videos auf. “Crazy Cheese” hat fast dreißigtausend Fans. Und wenn Roland Ludomirska in Luxuskleidung am Pool über Käse, Champagner und sein Lebensgefühl klingelt, sehen es Hunderte Millionen.

Aktuell hatte das erfolgreichste Video vom 20. Mai 1,1 Millionen Aufrufe. In dem nur zweieinhalb Minuten langen Film verrät der Auftragnehmer, dass jeder Bestellung ein kleines Käsemesser aus Plastik beiliegt; wie immer kommentiert er “absolut fantastisch!” Käse schmeckt! Und Champagner-Cocktails.

All dies hat natürlich ein klares Ziel: Roland Ludomirska möchte seine Marke neu aufladen, indem er ungewöhnliche Käseformen in den Luxus einbindet, Begehrlichkeiten weckt und letztendlich davon überzeugt, viel Geld für das Milchprodukt auszugeben. „Wichtig ist immer die Art und Weise, wie Sie sich bewerben und begehrenswerter machen“, sagt Falstaff im österreichischen Gourmetmagazin. “Und wenn ich nicht wie jetzt in dieser Preisklasse fahre, habe ich es versäumt, mich richtig zu präsentieren. Dann stimmt auch die Warenpräsentation nicht.”

Damit war aber auch heute nicht online zu rechnen. Dann kam der Corona-Shutdown und während drei Tagen baute Ludomirska bei strömendem Regen den Internetshop auf. “Das Timing war ausgezeichnet”, sagte er Falstaff in einem Interview. “Wir haben den Umsatz ohne Messen im Vergleich zum Vorjahr gesteigert.”

Er habe in neun Wochen mehr als 20.000 Geschenke verschickt, erzählt er der österreichischen Zeitung “Heute”. Das sollte sich bei einem vermutlich margenstarken Produkt irgendwie lohnen. Bei einem durchschnittlichen Warenkorb von 25 Euro würden bereits 500.000 Euro Umsatz erzielt. Bei 50 Euro wären es bereits eine Million Euro, die in drei Sorten mit je 100 Gramm sehr schnell zu erreichen sind.

Roland Ludomirska hat dennoch die ursprüngliche Idee umgesetzt. Mitten in der Krise eröffnete er Anfang März seinen Flagship-Store auf der Einzelhandelsfläche „Shopping City Süd“ in Vösendorf bei Wien. Seitdem sind fünf weitere Filialen hinzugekommen. Und es sollte noch viel mehr geben. Ziel ist es, weltweit 200 Shops zu eröffnen.

“Wir fahren 2021 nach Fachmarktzentren in die österreichischen Innenstädte, danach stehen München, Berlin und Hamburg auf dem Plan”, sagte er dem Portal beleitzmödling. Langfristiges Ziel sind die USA.

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