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Jens Harzer Krankheit
Jens Harzer Krankheit

Jens Harzer Krankheit – Jens Harzer ist ein deutscher Schauspieler und trägt seit März 2019 den Iffland-Ring. Jens Harzer ist 1972 in Wiesbaden geboren und aufgewachsen. Er entdeckte sich als Schüler in der Schauspielkompanie des Gymnasiums Mosbacher Berg. Er war auch in seiner Jugend ein talentierter Mittelfeldspieler und nahm an deutschen Meisterschaften teil.

Harzer bewarb sich im Alter von 19 Jahren an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses hatten zunächst Bedenken, weil Harzer ihnen gegenüber zu vorsichtig wirkte. Dann spielte Jörg Hube, damals Schulleiter, mit Harzer die St. Just-Rolle aus Dantons Tod. Harzer bestand dann die Aufnahmeprüfung.

Vor Abschluss seiner Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule wechselte Harzer unter der Leitung von Dieter Dorn an die benachbarten Münchner Kammerspiele. In Dorn fand Harzer einen Förderer, dem er sich nach fast zwei Jahrzehnten ab 1992 in seiner “Sprachfixierung” verbunden fühlt.

Harzer hatte schon früh bedeutende Rollen an den Kammerspielen, wie Roberto Zucco, Urfaust, Torquato Tasso, Amphitryon. Die Weltpremiere von Botho Strauss’ Werk Ithaka sollte 1996 den Weg für Harzers weitere Karriere durch Dieter Dorn ebnen. Harzer, der auf Dorns Wunsch für den Kollegen stand, spielte den Sohn des Odysseus, der im Harzer Idol Bruno Ganz verkörpert wurde. Während es ihr einziges gemeinsames Projekt war, waren Harzer und Ganz fortan eng verwandt.

Als Dorn 2001 von den Kammerspielen ans Residenztheater ging, begleitete ihn Harzer dorthin. In dieser Zeit trat Harzer in Wien am Burgtheater und in Berlin am Deutschen Theater auf. Die Onkel-Wanja-Performance unter der Regie von Jürgen Gosch wurde dort 2008 uraufgeführt, als Ph.D. Michail Lwowitsch Astrow wurde von Harzer gespielt.

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Es war ein großer Erfolg und wurde von der Jury des Magazins Today’s Theatre zur “Produktion des Jahres” gekürt. Das Stück wird auch 2020 noch Teil des deutschen Theaterrepertoires sein.

Neben seiner Gruppenarbeit in München trat Harzer bereits im Jahr 2000 häufig bei den Salzburger Festspielen auf. Von 2002 bis 2004 spielte er in der Inszenierung von Christian Stückl die Todespartie in Hugo von Hofmannsthals Jedermann. 2011 war Harzer bei Dimiter Gotscheffs Uraufführung von Peter Handkes Immer noch Sturm als erster Sprecher zu hören. Die Inszenierung wurde ins Thalia-Theater verlegt und bleibt auch 2020 neun Jahre nach der Premiere auf dem Programm.

Nach 16 Jahren im Ensemble von Dieter Dorn ging Harzer 2009 ans Hamburger Thalia Theater, wo Joachim Lux in diesem Jahr die Leitung übernahm. Seit 2009 liest Harzer einmal im Jahr in Hamburg aus den Vernehmungsprotokollen des NS-Widerstandskämpfers Georg Elser. 2011 wurde Harzer für seine Rolle als Marquis Posa in dem von Jette Steckel inszenierten Don Carlos von Schiller von der Jury des Magazins Today’s Theatre zum “Schauspieler des Jahres” umbenannt.

Harzer ist ein großer Befürworter des Ensembletheater-Gedankens. In einer Laudatio im Jahr 2017 anlässlich der Verleihung des Boy-Gobert-Preises warnte er davor, die Zahl der Premieren und Veranstaltungen zu erhöhen und sich auf Auftritte zu konzentrieren.

Im März 2019, nach dem Tod von Bruno Ganz, wurde sein Erlass erlassen, der Harzer zum neuen Träger des Iffland-Rings ernannte. Wenige Tage zuvor las Harzer Ganzs Trauerrede zur Trauerfeier. Der Transfer fand am 16. Juni 2019 im Wiener Burgtheater statt. Während Harzer schon immer auf das Theater fokussiert war, wirkt er manchmal in Filmen für Kino und Fernsehen mit.

Im Requiem von Hans-Christian Schmid war er 2006 als katholischer Priester zu sehen, sowie 2006 als Selbstmördervertreter in Bülent Akıncıs Der Lebensversicherer. 2016 spielte er die Rolle des Autors in der Verfilmung von Peter Handkes Tomato The Beautiful Days of Aranjuez von Wim Wenders. Er war in zwei Tatort-Filmen im Fernsehen zu sehen, in der letzten Folge von Tatortreiniger und in Berlins Babylon-Film. Harzer beteiligt sich auch an Hörspiel- und Hörbüchern.

In Hamburg wohnt Jens Harzer. Seit 2013 ist er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin; außerdem ist er Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg.

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