Verbreite die Liebe zum Teilen
Henry Hübchen Steckbrief
Henry Hübchen Steckbrief

Henry Hübchen Steckbrief – Er ist Schauspieler, Hörspielsprecher und Musiker aus Deutschland unter dem Namen Henry Hübchen. In der DDR war er einer der bekanntesten Charakterdarsteller. Theaterregisseur Frank Castorf und seine Leistung als ehemaliger DDR-Sportreporter Jaecki Zucker im Spielfilm Alls auf Zucker! machte ihn im Nachkriegsdeutschland bekannt.

Henry Hübchen wurde in Berlin-Charlottenburg als Sohn eines Designers und eines Buchhalters geboren. 1949 übersiedelte die Familie nach Ost-Berlin, wo sie für den Rest ihres Lebens lebte. Hübchen begann seine Schauspielkarriere als Kind. Die Söhne des großen Bären, der erste indische Film der DEFA, zeigte ihn in einer kleinen Nebenrolle (1965). Nach dem Abitur begann er ein Physikstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin, das er nach einem Jahr abbrach. Am 30. Juni 1970 schloss er sein Studium an der Ost-Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch mit Auszeichnung ab.

Bevor er 1974 als festes Ensemblemitglied unter der Intendanz und Intendanz Benno Besson an die Volksbühne Berlin kam, gab er sein Bühnendebüt am Theater Magdeburg. Als Charakterdarsteller in klassischen und zeitgenössischen Stücken begann er nach dem Fall der Berliner Mauer mit dem Regisseur Frank Castorf zu arbeiten. Hübchen trat in verschiedenen Rollen auf, darunter Franz Moor in Friedrich Schillers Die Räuber und Wilhelm Jacoby und Heiner Müller in Pension Schöller: Die Schlacht um Carl Run. Neben Brigitte Soubeyran, die ihn in der Titelrolle von Jean Racines Britannicus an die Volksbühne brachte, arbeitete er dort auch mit anderen Regisseuren zusammen.

Henry Hübchen Steckbrief

In Sartres’ Stück The Dirty Hands spielte er KP-Mitglied Hoederer, und diese Aufführung wurde 1999 im Fernsehen ausgestrahlt. Daneben gastierte er am Hamburger Schauspielhaus und am Kölner Schauspielhaus. Hübchen wurde mehrfach als Schauspieler des Jahres ausgezeichnet, unter anderem 1994 und 2001 von Theater heute. 2000 gewann er den Berliner Theaterpreis.

Er arbeitete auch als Theaterregisseur. Als er 1991 den Menschenfeind mit Horst Westphal als Alceste inszenierte, wurde er für seine Leistung 1993 mit dem Friedrich-Luft-Preis der Berliner Morgenpost ausgezeichnet.

Als Kind war Hübchen in zahlreichen Filmen und Fernsehsendungen zu sehen. In den 1970er Jahren begann er, häufiger vor der Kamera zu stehen. Von 1972 bis 1988 war er in sieben Folgen des Krimi-Dramas Polizeiruf 110 als Gastdarsteller zu sehen. In Frank Beyers Jakob der Lügner (1974) spielte Hübchen den jungen Juden Mischa, für die er für einen Oscar nominiert wurde. Er spielte auch eine Hauptrolle in Erwin Strankas Jugendfilm Die Moral des Banditen von 1975 nach dem Roman von Horst Bastian.

Henry Hübchen Alter : 74 Jahre (20. Februar 1947)

Im Laufe der Zeit trat er in einer Reihe von DDR-Fernsehproduktionen auf, darunter Mord am Märkischen Viertel (1975) aus der Serie Kriminalfälle ohne Beispiel, der Komödie Camping-Camping (1977) und als Sohn von Agnes Kraus in der Komödie Aber Doktor ( 1978). (1980). Als Carl Philipp Emanuel Bach im 1980er Fernsehfilm Johann Sebastian Bachs hoffnungsloses Streben nach Ruhm spielte er den Sohn des Komponisten. Der Bastard (1983), eine zweiteilige Fernsehserie mit Klaus Gendries, und der Märchenfilm Zauber um Zinnober mit Celino Bleiweiß waren in den 1980er bzw. frühen 1990er Jahren zwei seiner bemerkenswertesten Rollen. Er porträtierte Rudolf in der Fernsehadaption von Theodor Storms Roman Es ist der Wald von 1985. Er spielte 1986 den mexikanischen Töpfer Benito in Anna Seghers’ Film The Real Blue.

Als Hübchen 1989 die DDR verließ, konnte er an seine bisherigen Erfolge anknüpfen. Karl May, eine sechsteilige ZDF-Miniserie unter der Regie von Klaus Überall, hat ihn als Karl May. In Hera Linds Ein Mann für jeden Schlüssel (1993), Katja Riemanns Filmdebüt, spielte er im wiedervereinigten Deutschland erstmals den Konzertkritiker Georg Lalinde auf Film. Das Dresdner Tatort-Team ermittelt gegen Ehrlicher und Kain in der ARD-Krimiserie Tatort, in der er seine ersten beiden Teile spielte. Ein verheirateter Arzt, der nach einer Liebesnacht mit einer anderen Dame erpresst wird, wurde von ihm in der Episode Burned Game (1993) gespielt. Dieter Wedel besetzte ihn für seine mehrteiligen TV-Serien Der Schattenmann (1996) und Der König von St. Pauli (1998).

Als Klaus Kellermann (Ulrich Tukur) und Hans-Peter Laux (Jörg Schüttauf) in Warten ist der Tod (1999) einen großen Raubüberfall veranstalten, spielt er den ehemaligen Luftwaffenpiloten Klaus Kellermann. Als Katharina Thalbach in Leander Haußmanns Kinodebüt Sonnenallee (1999) mitspielte, spielte er den Vater Ehrenreich, der seine sexuellen Freuden wiederentdeckte. Sein Kinodebüt gab Hübchen 2001 in dem Thriller Boran, in dem er den Superintendent Martin Rogatzki spielte.

Henry Hübchen Steckbrief
Henry Hübchen Steckbrief